| » Kirchweih Kammerstein - Stimmung hoch zwei | | Meldung vom: 20.07.2010. | Herausgeber: Gemeinde Kammerstein | Kirchweih und 775-Jahr-Feier in Kammerstein
Hochsommerlichen Temperaturen und vorwiegend Sonnenschein passten wie bestellt zum 775-jährigen Jubiläum der Heidenberggemeinde. Kein Tropfen Regen trübte die Feierlaune der Kammersteiner während des gesamten Kirchweihwochenendes. Die Kammersteiner Kirchweih stand in diesem Jahr unter dem Zeichen der 775-Jahr-Feier Kammersteins. Denn es war im Jahr 1235, als Ritter Ramungus in einer Urkunde als „Ritter von Kam¬merstein“ erwähnt wurde.
Schon am Freitagabend ging es am Rockabend im Zelt rund. Die Band „Bad Touch“ lieferte einen fetzigen Rockabend und lockte trotz Hitze viele Gäste an. Mit vielen Hits und einem breiten Spektrum begeisterte die bekannte Band die Kirchweihbesu¬cher.
Wer auf traditionellere Klänge stand, konnte die Kirchweih im Gastgarten des Gasthauses Ossmann ruhiger angehen lassen. Dort spielte die Kammersteiner Blasmusik die Biergartengäste in den mehr als lauen Abend hinein.
Am Kirchweihsamstag begleitete der evangelische Posaunenchor die Kärwaboum mit stimmungsvoller Musik in den Wald hinaus und wieder zurück. Zum ersten Mal fuhr die Familie Danner aus Poppenreuth die launige Gesellschaft mit zwei Gespan¬nen. Freilich plagte die Hitze die Kammersteiner Kärwaboum beim Aufstellen des Kärwabaumes. Doch allzu lange zögerten sie nicht, wollten sie doch zum Argentinienspiel der Fußball-WM fertig sein.
Währenddessen zogen die Läuferinnen und Läufer des 1. Cross-Triathlons immer wieder und wieder am Dorfplatz vorbei. Zum ersten Mal veranstaltete der AMC Roth im ADAC zur Kammersteiner Kirchweih einen Cross Triathlon.
Mobiler Swimmingpool
Zum Abkühlen hatten die Kärwa¬boum eigens einen „mobilen Swimmingpool“ auf dem Festplatz postiert – einen landwirtschaftlichen Anhänger, der mit Folie ausgelegt und Wasser befüllt war. In ihm erfrischten sich die erhitzten Kärwaburschen immer wieder während des Wochenendes.
Der Samstagabend begann mit der Preisverleihung zum Cross-Triathlon. Hier und auch beim Fassanzapfen war beste Stimmung im Zelt. Mit zwei gezielten Schlägen stach Bürgermeister Walter Schnell das symbolische erste Fass an. Der Bürgermeister bedankte sich mit herzlichen Worten bei den 50 Kerwaboum und Kerwamadli. Zum ersten Mal stand bei der Begrüßung Brauer Jörg Gundel selbst auf der Bühne. Die Brauerei beliefere seit 18 Jahren die Kammersteiner Kirchweih, so der Brauereichef. Gundel lobte das Engagement der Kärwaboum sowie der Gemeinde für die Zelt-Kirchweih.
Der Höhepunkt des Abends war die Tanzshow der Kärwamadli. In türkisenen Trikots, mit Länderfahnen winkend, nahmen sie das Thema WM auf. Seit April hatten sie für diesen Auftritt zweimal die Woche geprobt. Ihr Ein¬satz wurde mit frenetischem Applaus und einer Zugabenforderung belohnt.
Der Kärwasonntag begann mit einem Platzkonzert des evangelischen Posaunenchors am Dorfplatz. Pfarrerin Sabine Baier stellte im Kirchweihgottesdienst die neuen biblischen Erzählfiguren vor. Ist die Kirche „Hütte Gottes“ oder „Gottes Wohnung“? Diese Frage stellte die Kirchweihpredigt. Dabei wurden die Kirch¬weihmadli und -boum miteinbezogen. Kirchweihmadla Katja Scharinger stellte von der Empore herab Fragen zum Predigttext, die Pfarrerin Sabine Baier beantwortete.
Festzug als Höhepunkt
Höhepunkt des Festwochenendes, ja gar des Festjahres war der historische Festzug. Auch hier hatten die Kammersteiner Glück mit dem angenehmen Wetter. Sehr einfallsreich hatten die 54 Gruppen ihren Auftritt gestaltet. Lustiger Hingucker war auch ein von Anwohnern errichtetes „Burgtor“ am Burgweg mit der Aufschrift: „Burg – ist leider – weg“. Bürgermeister Walter Schnell dankte allen teilnehmenden Gruppen und besonders Richard Heubeck, der den Umzug organisiert hatte.
MARTIN BEK-BAIER
|
[ zurück zur vorhergehenden Seite ] [ Seite drucken ] |